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Recycling im Straßenbau – Münster macht’s vor

recyclingMünster hat im vergangenen Herbst im Rahmen des Forschungsprojektes RekoTi (Ressourcenplan kommunaler Tiefbau) eine Pilotstrecke angelegt. Im Rahmen dieses Projektes soll durch den Einsatz von speziellen Asphaltverfahren nachhaltiger Straßenbau gefördert werden. Bereits vier Monate nach der Umsetzung zieht der Projektverantwortliche im Amt für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster eine positive Bilanz.

Die ersten Ergebnisse der Straßenzustandserfassung und –bewertung der Wülfrather Straßen haben offenbart, dass 84 von 100 Kilometern des Straßennetzes saniert werden müssen. Allein die Behebung dieses Instandsetzungsstaus wird uns Jahre begleiten. Aufgrund der hohen mechanischen und klimatischen Belastungen hätte allein die oberste Asphaltschicht in der Regel nach 12 bis 15 Jahren erneuert werden müssen. Jetzt könnten wir diese Missstände anprangern, bejammern und beklagen oder den Blick in die Zukunft richten. Die Ratsfraktion DIE LINKE/Wülfrather Liste hat sich für letzteres entschieden und ist der Frage nachgegangen, wie Wülfrath perspektivisch bei der Sanierung der Straßen Kosten minimieren und die Umwelt schonen kann.

Denn wenn Straßen erneuert werden müssen, bedeutet dies auch, dass teerhaltige Bestandteile entsorgt werden müssen. Das ist aber nicht nur teuer, sondern aufgrund des hohen CO2-Ausstoßes auch schlecht für die Umwelt. Daher halten wir es für sinnvoll, sich mit dem Forschungsprojekt RekoTi zu befassen und den Projektverantwortlichen in eine der nächsten Fachausschuss-Sitzungen einzuladen.

Die Stadt Wülfrath hat nicht nur eine klamme Kasse, sondern sich auch zum Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2040 Klimaneutralität zu erlangen und so sinnvolle sowie notwendige Schritte zum Klimaschutz anzugehen. Insofern ist es wichtig, sich zeitnah mit dem Thema „Nachhaltiger Straßenbau durch Asphalt-Recycling“ zu befassen und von den Erfahrungen der Stadt Münster zu partizipieren.

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