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Nie wieder

nie wiederAm 27. Januar sind unsere Gedanken bei den mehr als eine Millionen Menschen, die in dem Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurden. Seit 1996 erinnert der Gedenktag an den Tag der Befreiung dieses Vernichtungslagers. Nie dürfen wir vergessen, was in deutschem Namen vor allem den Juden angetan wurde - aber auch den Sinti und Roma, Homosexuellen, Behinderten, Kriegsgefangenen und Menschen, deren Leben Hitler und seine Gefolgschaft für "lebensunwert" erachteten. Nie dürfen wir vergessen, dass bis zum Kriegsende über sechs Millionen Menschen grausam ermordet wurden. Nie dürfen wir vergessen, dass auch in Wülfrath Menschen wie Johanna Beyth, die mit ihrer Familie in Wülfrath lebte und jüdischen Glaubens war, Opfer des Nationalsozialismus wurden. Nie dürfen wir jene Menschen vergessen, die als Zwangsarbeiter auf Wülfrather Boden gnadenlos ausgebeutet wurden. Skrupellos wurde ihr Tod in Kauf genommen oder ihrem Leben gar gezielt ein Ende gesetzt.

Gerade in der heutigen Zeit wird uns schmerzhaft vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich gegen Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung einzusetzen. Nicht nur die Bilder aus Hanau und Halle zeigen uns wozu Hass, Verachtung und Hetze führen. Auch die Instrumentalisierung der Corona-Proteste machen deutlich, wie Sorgen und Ängste von Bürgern durch gezielte Manipulationen missbraucht werden. Gezielt säen Fanatiker und rechte Bewegungen Zwietracht und spalten die Gesellschaft.

Mit Esther Bejarano ((geboren am 15. Dezember 1924; gestorben am 10. Juli 2021) und Trude Simonsohn (geboren am 25. März 1921; gestorben am 6. Januar 2022) haben wir mutige und engagierte Kämpferinnen verloren, die sich bis zuletzt für die Erinnerung an die Shoah und gegen heutige Formen von Antisemitismus, Rassismus und Menschenfeindlichkeit eingesetzt haben. Diese Frauen haben – wie auch andere Überlebende des Holocaust - in unzähligen Zeitzeugengesprächen junge Menschen erreicht und berührt. Nie wurden sie müde ihre Erlebnisse zu schildern. Nie wurden sie müde, ihr Wissen zu teilen. Immer wieder haben sie deutlich gemacht wohin menschenverachtende Gesinnungen führen. Ihr unermüdlicher Kampf wird dieser Gesellschaft fehlen!

In einer Zeit, in der vermehrt rechte Gruppierungen das NS-Unrechtsregime relativierten, sind alle Demokratinnen und Demokraten aufgerufen diese Lücke zu schließen. Denn in den Worten „Nie wieder“ steckt eine tiefe Verantwortung für die Zukunft. Für eine Zukunft ohne Hass, in der alle in einer friedlichen, offenen Gesellschaft leben können und sich respektvoll begegnen.

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