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80 Jahre Reichspogromnacht

stolpersteineAnlässlich der Jährung der Reichspogromnacht hat der VVN BdA Niederberg die Stolpersteine in Velbert, Heiligenhaus und Wülfrath aufgesucht, um den verfolgten und ermordeten Menschen des Naziregimes zu gedenken. Und so haben sich auch Vertreter*innen der Partei DIE LINKE gegen 11.00 Uhr an der Heumarktstraße 19 in Wülfrath eingefunden. Hier erinnern Stolpersteine an Eugen Raukamp und seinen Schwager Willi Everts.  Beide wurden im Juli 1943 im Konzentrationslager Neuengamme ermordet. Im Rahmen einer Projektarbeit haben Schüler des Wülfrather Gymnasiums die Geschichten der Opfer und ihrer Familien recherchiert. Im Februar 2017 folgte die Stolpersteinverlegung. Am Panoramaradweg hinter dem Alten Bahnhof wurden die Steine gegen das Vergessen, zum Gedenken an das Ehepaar Heinrich und Maria Dreier, eingelassen. Die Eheleute wurden im Frühjahr 1944 verhaftet, weil sie den Zeugen Jehovas angehörten. In Erinnerung rufen möchten wir auch das Schicksal von Johanna Beyth. Sie lebte mit ihrer jüdischen Familie, welche ein Herrenoberbekleidungsgeschäft führte, an der Wilhelmstraße. 1941 wurde sie nach Minsk deportiert und dort 1942 ermordet. Für sie wurde im Jahr 2008 der erste Stolperstein in Wülfrath verlegt.

Die Schicksale dieser Wülfrather Bürger*innen stehen stellvertretend für die vielen Millionen Opfer jener unmenschlichen, Gewalt verherrlichenden, antisemitischen, rassistischen und nationalistischen Ideologie, die auch heute wieder um sich greift.  DIE LINKE. Wülfrath verbindet  mit dem Gedenken das Versprechen – gemeinsam mit dem VVN BdA und allen friedliebenden Mitbürger*innen - dafür einzutreten, dass sich dieses düstere Kapitel deutscher Geschichte nicht wiederholt. Denn es genügt nicht zu sagen „Nie wieder“ – diesen Worten müssen Taten folgen!

Dies beinhaltet auch, die Schicksale weiterer Wülfrather*innen aufzuarbeiten, um nachhaltig und sichtbar die Auseinandersetzung mit der Diktatur der NS-Zeit in unserem Stadtbild zu zeigen. Der Verharmlosung der Geschichte wollen wir so entgegentreten und zum Nachdenken anregen.

“Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, sagt der Aktionskünstler Gunter Demnig, der die Idee hatte, an Opfer des Holocaust dort zu erinnern, wo sie zuletzt gewohnt haben. Und so möchten wir an nachfolgende Menschen erinnern, für die noch kein Stolperstein verlegt wurde, aber die dennoch nicht vergessen sind:

Wladislaus Bacik, † 02. Februar 1944, zuletzt wohnhaft in Wülfrath Rützkausen (Sterbebuch Mettmann, Nr. 27-1944)

Josef Paluczak, † 12. Juni 1944, zuletzt wohnhaft in Wülfrath Nord-Erbach (Sterbebuch Mettmann, Nr. 134-1944)

Gabriel Klugantin, † 15. Dezember 1944, zuletzt wohnhaft in Wülfrath Rohdenhaus (Sterbebuch Mettmann, Nr. 249-1944)

Guelfe Chettini, † 15. Dezember 1944, als Kriegsgefangener wohnte er zuletzt in Wülfrath Prangenhaus (Sterbebuch Mettmann, Nr. 252-1944)

Iwan Hewiluk, † 29. Dezember 1944, zuletzt wohnhaft in Wülfrath Hahnenfurth (Sterbebuch Mettmann, Nr. 259-1944)

Carlo Rampone,  , † 06. März 1945, zuletzt wohnhaft in Wülfrath Dornap (Sterbebuch Mettmann, Nr. 63-1945)

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