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Rassismus bekämpfen

stop racismHeute - am 19. Februar 2021 - jährt sich zum ersten Mal der rassistische Anschlag in Hanau, bei dem neun Menschen ermordet wurden.

Wir gedenken der Opfer des rassistischen Anschlages von Hanau und erinnern an

Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin.

In unseren Gedanken sind wir bei ihren Familien und Freunden.

Dieser Anschlag war nicht der einzige in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland mit einem rechtsextremen Hintergrund.

Innerhalb von sechs Jahren tötete die rechtsextreme Terrorgruppe NSU zwischen 2000 und 2006 neun Menschen mit Migrationshintergrund.

Am 19. Dezember 1980 wurden der deutsche Verleger und Rabbiner Shlomo Lewin und seine Lebensgefährtin Frida Poeschke in ihrem Haus in Erlangen erschossen.

Am 24. Juni 1982 wurden der 24 Jahre alte amerikanische Staatsbürger William Schenck, der 27-Jährige amerikanische Sergeant Rufus Surles und der 21-jährige Ägypter Mohamed Ehap kaltblütig erschossen. Drei weitere Menschen wurden verletzt.

Am 23. November 1992 wurde auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in Mölln ein Brandanschlag verübt. Neun Menschen wurden verletzt. Die beiden Mädchen Yeliz Arslan und Ayşe Yılmaz sowie ihre Großmutter Bahide Arslan überlebten den Anschlag nicht.

Am frühen Morgen des 29. Mai 1993 fielen in Solingen fünf Menschen einem rassistisch motivierten Brandanschlag zum Opfer.

Am 22. Juli 2016 wurden im Münchner Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) neun Menschen durch Schüsse getötet, fünf weitere verletzt.

Am 2. Juni 2019 wurde der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU) Opfer eines Anschlags.

Am 9. Oktober 2019 wurden eine Passantin vor einer Synagoge in Halle und ein Gast eines Döner-Imbisses erschossen. Laut der Ermittlungen glaubte der Tatverdächtige an eine jüdische Weltverschwörung und wollte wahllos Menschen in der Synagoge im Paulusviertel erschießen.

Derzeit erkennt die Bundesregierung (Stand: 30. September 2020) 109 Morde seit 1990 als rechtsextrem motiviert an. Die Amadeu Antonio Stiftung zählt aktuell (Januar 2021) mindestens 208 Todesopfer rechtsextremer Gewalt. Diese und andere Opferschutzinitativen registrieren zudem etliche Tötungen, bei denen rechtsextreme Motive wahrscheinlich sind.

Auch an diese Menschen möchten wir erinnern.

Die rassistischen Morde von Hanau, von Halle, von München, von Erlangen... haben sich tief in unsere Köpfe eingebrannt und sind uns Mahnung und Auftrag zugleich, jeden Tag für eine antifaschistische und antirassistische Gesellschaft einzutreten und konsequent Vorurteilen, Hetze und aufkeimenden Rassismus entgegenzutreten.

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