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Stadtentwicklung – sozial und nachhaltig

stadtentwicklungWie sieht die Stadt der Zukunft aus, wie wollen wir leben und arbeiten? Dies sind die zentralen Fragen einer sozial, nachhaltigen Stadtentwicklung. Stadtpolitik muss die bereits erfolgten Klimaänderungen berücksichtigen und dazu beitragen, den Klimawandel zu begrenzen. Fassaden- und Dachbegrünungen, aber auch innerörtliche Grünflächen und Naherholungsgebiete sind notwendig. Das ökologisch-nachhaltige Ideal, ist das der „kurzen Wege“. Das bedeutet kurze Wege von der Wohnung zum Einkaufen, zu Kultur und Freizeit. Vor allem eine kluge Mobilitätsstrategie, die eine gute Anbindung an den Öffentlichen-Personen-Nahverkehr garantiert, ist unabdingbar, wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen. Nachhaltige und soziale Stadtentwicklung verbindet qualifizierten Städtebau mit urbaner Dichte und der Schaffung innerörtlicher Grünflächen sowie Ruhe- und Erholungsräumen. Flächenverbrauch, also die weitere Versiegelung von Flächen, muss künftig auf ein Minimum reduziert werden. Im Gegenteil, künftig müssen Entsiegelung und Renaturierung von Flächen bei jedem neuen Bauvorhaben zur Auflage gemacht werden. Stadtentwicklung muss sich in erster Linie an den Bedürfnissen der Menschen vor Ort orientieren. Dafür muss die Stadt auch wieder mehr Grundstücke in Kommunales Eigentum zurückholen. Für den Zugriff auf die Grundstücke sind entsprechende Vorkaufsrechte in der kommunalen Satzung zu verankern und Entwicklungssatzungen zu erlassen. Stadtentwicklung darf eben nicht privaten Investoren überlassen werden, sondern muss demokratisch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern gestaltet werden. Das dies gelingen kann, lebt Ulm vor. Die Stadt verfolgt eine strategische Bodenpolitik und kauft selbst Grundstücke auf, um sie zu gegebener Zeit als Wohngebiet einsetzen zu können. Die Stadt reagiert damit nicht auf vorherrschenden Wohnungsmangel und auch nicht auf die rasant steigenden Grundstückspreise, die durch die niedrigen Zinsen seit einigen Jahren zum Problem geworden sind.  Es ist eine Strategie, die Ulm bereits seit 125 Jahren verfolgt. Heute hält die Stadt rund ein Drittel des kompletten Stadtgebiets in öffentlicher Hand und beugt so nicht nur Spekulationen mit Grund und Boden vor, sondern hält das „Heft des Handels“ fest in der Hand.

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